Das große Hanomag-Treffen

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So feiert man im Local Pub: Das Bier ist sensationell günstig (umgerechnet 0,63 € pro 330 ml Flasche Carlsberg) und klasse Live Musik bei freiem Eintritt und Blick auf den Malawisee. Weihnachten 2013 feiert die Besatzung von zwei schicken Hanomags mit atemberaubenden Blick in die Berge bis zum Lake Malawi.

Nachdem wir eigentlich vorhatten bis Januar in Nkhata Bay zu bleiben, kam dann doch alles mal wieder anders als geplant….

Eigentlich wollten wir ja noch bis Anfang Januar in Nkhata Bay bleiben – aber kurzfristig entschieden wie uns, die Stadt zu verlassen. Der Grund: Probleme mit einem Typen, der uns bedroht hat und zudem leider im Backpacker lebt, wo wir gecampt haben. (Wir werden darüber noch ausführlich berichten!) Wir hatten ernsthafte Angst um den Hanomag: Denn mal eben mit dem Messer die Reifen aufgeschlitzt ist schnell passiert.

Live Musik im Jamrock in Nkhata Bay

Abgesehen davon hatten wir aber am 13. Dezember 2013 noch einen sehr lustigen Freitag Abend in der Stadt. Da den Supermärkten in Nkhata Bay immer wieder das Bier ausging, hatte Patrick den Tipp bekommen, es in einer lokalen Bar zu kaufen. Tatsächlich hatten die noch Bier und der Preis war erstaunlicher Weise derselbe wie im Supermarkt. Dort hat Patrick den Musiker Michael kennengelernt, der ihn einlud am Freitag ins Jamrock zu kommen. Er und andere regionale Musiker würden dort Live Musik spielen. Die Bar liegt praktischerweise nur fünf Gehminuten vom Big Blue Star, wo wir gecampt haben, entfernt. Es wurde ein unerwartet langer Abend. Leider wurde uns zu zweiten Mal auf dieser Reis die Geldbörse geklaut. Wie schon in Harare erst am Ende des Abends, als wir schon im Begriff waren zu gehen. Der Schaden hält sich in Grenzen da wir keine Kreditkarten und nur wenig Geld dabei hatten und das meiste davon schon ausgegeben hatten. Die Musik war richtig klasse und von Singer-Songwriter, über relaxten Reggae bis hin zu Dancehall war alles dabei. Besonders gut gefallen hat uns das Lied „Nelson Mandela“ von Michael und der Musiker „Sweet Man“.

Jamrock Nkhata Bay

Hanomag-Meeting im Lukwe Camp

Am 16. Dezember verlassen wir Nkhata Bay und fahren weiter bis Mzuzu – die Hauptstadt des Nordens. Hier kann man nochmal kräftig Vorräte aufstocken – seit November 2013 gibt es hier auch einen großen Shoprite. Dort verbringen wir eine Woche im Mzoozoozoo – nicht so schön wie am See, aber dafür gab es HSDPA auf’m Handy. Das heißt endlich mal wieder etwas schneller Internet surfen. Hier trifft man auch viele Leute, die in Malawi leben, weil hier jeder Mal zum Shoppen hin muss.

Weihnachten wollten wie aber an einem schöneren Ort verbringen: Also machten wir uns am 23.12.2013 auf dem Weg ins Lukwe Camp in der Nähe von Linvingstonia. Da es dort so gut wie Nicht einzukaufen gibt, kaufen wir nochmal in Mzuzu ein. In einer Nebenstraße trauen wir unseren Augen nicht – da steht tatsächlich ein Hanomag. Etwas heruntergekommen und mit Pritsche, aber tatsächlich ein waschechter deutscher Hanomag.

Hanomag in Mzuzu Malawi

im Lukwe Camp waren wir 2011 schonmal und die Aussicht von der Bar aus ist einfach atemberaubend. Außerdem wartete da schon ein anderer Hanomag auf uns. So was – schon der Zweite an einem Tag! Christian und Estelle haben ihren schicken grünen Hanomag nach Südafrika verschifft und fahren gen Norden. Mit ihnen hatten wir schonmal in Deutschland telefoniert und ein paar Tipps gegeben. Und jetzt hat es tatsächlich mit einem Treffen in Afrika geklappt.

hanomags im Lukwe Camp Malawi

Die Weihnachtstage verbringen wir mit Entspannen, Gesellschaftsspielen und abends gönnen wir uns einen guten südafrikanischen Wein. Unser Weihnachtsgebäck sind Salticrax-Pfefferkekse und statt Schokolade gibt es Biltong. Da wir im Supermarkt riesengroße Avocados entdeckt haben – gab es sonst nirgendwo in Malawi – können wir jeden Morgen lecker Guacamole auf selbstgebackenem Brot essen. Am ersten Weihnachtsfeiertag sitzen wir zudem die halbe Nacht mit Auke, dem Besitzer vom Lukwe Camp, zusammen und quatschen.

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

5 Kommentare

  1. Hallo ihr Beiden!
    Freut mich das ihr Weihnachten schön verbracht habt!
    Habe an euch gedacht .:-)
    Verena habe dir auch auf deine Privaten (runterwegs E-Mail-Adresse geschrieben)
    Ließt du sie auch?
    L.g.Svenja

  2. Folkert Grahlmann am

    Hallo,
    sind mit unserem Hanomag Al 28 auch gerade in Afrika angekommen. Im Moment sind wir noch in Nordmarokko, wollen weiter nach Süden, wenn das Getriebe hält. Leider müssen wir Ende Februar wieder heim nach Bayern. Unser Ziel ist mit dem Hanomag auch nach Südafrika runter zukommen. Wenn ihr Zeit habt, wären wir für Tipps dankbar.

    Gute Reise noch

    Folkert

    • Hallo Folkert,

      gerne können wir uns austauschen. Wir bauen auch weiterhin unseren Tipps aus.Toll, dass es wieder mehr reisende Hanomags in Afrika gibt.

      Viel Spaß noch in Marokko und vielleicht treffen wir uns irgendwann mal irgendwo in Afrika.

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