Nkhata Bay – neue Heimat bis Jahresende

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Das ortsunabhängige Arbeiten läuft gut an, auch wenn es natürlich eine große Umstellung bedeutet. So haben wir uns diesen Monat nun in 7 Arbeitstagen schon die gesamten Unterkunftskosten verdient inklusive Strom, Internet und Warmwasser. Heizung braucht man in Afrika im Gegensatz zu Deutschland nicht.

Unzuverlässiges Internet – ein großes Problem

Obwohl der Campingplatz der Nkhotakota Pottery Lodge wirklich schön ist, haben wir ihn – nach einer schönen Woche dort -dennoch verlassen müssen. Tagsüber und besonders nach Einbruch der Dunkelheit wurden wir von Lake Flies gequält, die versuchen in Nase oder Mund zu fliegen. Außerdem war die Internetverbindung über unsere Sim-Karte von Airtel ziemlich unzuverlässig. Gerade hatten wir ein 2 GB -Bundle gekauft, da konnten wir sie nur manchmal nutzen, da meistens nur Notrufe möglich waren. So mussten wir, um arbeiten zu können, zusätzlich noch teure Bundles vom anderen Mobilfunkanbieter tnm kaufen. Zudem ist die nächste Stadt 12 Kilometer weit weg, so dass man auf jeden Fall fahren muss, um einzukaufen. Schließlich erzählten uns Overlander aus Kanada, dass es in Nkhata Bay bei der Butterfly Lodge günstiges Wi-Fi gibt. Außerdem ist sie der „Top Pick“ im neuesten Lonely Planet für das südliche Afrika.

Digitale Nomaden am Strand in Malawi

So machten wir uns am 07.12.2013 auf den Weg und legten noch einen Zwischenstopp beim Kande Beach ein – die Strände hier am Chinteche Strip zählen zu den schönsten in Malawi. Auch hier waren wir schon mal vor über 2 Jahren. Diesmal entdeckten wir 2 Minuten entfernt eine Local Beach Bar, wo wir abends beim Bier ein paar nette Gesprächen mit Einheimischen aus dem Dorf hatten. Nachts waren dann auch hier Lake Flies ohne Ende unterwegs, die arbeiten im Dunkeln unmöglich machen: Sie stürzen sich auf jedes noch so kleine Licht und man sieht vor lauter Fliegen nichts mehr auf dem Bildschirm. So verbrachten wir einen lustigen Abend in der Bar. Am nächsten Morgen regnete es und es war bis mittags so stürmig, dass man nicht schwimmen gehen konnte.

Lake Flies in Malawi

Nkhata Bay: geballtes afrikanisches Leben, Blick auf den See und kostenloses Internet

Wir fuhren gleich weiter nach Nkhata Bay – eine wunderbar quirlige afrikanische Stadt. Als wir mitten in diesem Chaos parkten, um noch schnell etwas im Supermarkt einkaufen wollten, kam schon der Erste auf uns zu: Er wollte geschnitze Souvenirs gegen unseren Hanomag tauschen. Denn das wäre ja ein Super-LKW, um Safaris zu veranstalten. Wir lehnten dankend ab, worauf hin er uns noch mehr Ideen unterbreitete, wie wir ins Geschäft kommen könnten. Bei der Butterfly Lodge angekommen, mussten wir feststellen, dass diese zwar günstig und sehr nett ist, aber keinen Platz für unseren Hanomag hat. Genauso war es auch gegenüber im Mayoka Village, das uns empfohlen wurde.

Baustelle in Nkhata Bay Malawi

Nun landeten wir, wie beim letzten Mal wieder im Big Blue Star Backpackers. Der braucht zwar dringend eine Renovierung, und die Sanitäranlagen sind nicht wirklich schön. Sie fangen soagr schon damit an, denn sie bessern gerade das undichte Dach auf der Terrasse aus. Aber es sprechen viele schlagende Elemente für ihn. Vor allem ist natürlich das kostenlose Internet super. Eigentlich bekommt man nur Wlan-Empfang nur in der Bar und im Aufenthaltsraum, aber mit unserer extra starken Antenne können wir auch im Hanomag surfen. Außerdem haben wir beim arbeiten einen schönen Blick auf den See und in nur 10 Minuten können wir in die Stadt und zum Markt laufen, um einzukaufen. Deshalb haben wir beschlossen, mindestens bis zum Jahresende hier zu bleiben. Mal schauen, wie und wo wir  Weihnachten und Silvester verbringen.

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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