Sambia – im Land der Hippos

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Wir lassen einen schönen Abend am Lagerfeuer ausklingen und sind gerade am Eindösen, als uns plötzlich unsere Campingplatz-Nachbarn mit Taschenlampen anleuchten. Wir denken: „ Was blenden die uns denn jetzt so.“ Aber dann bemerken wir, dass sie einen wirklich guten Grund dafür haben: Ein Hippo steht nur wenige Meter von uns entfernt.

Wir haben es überhaupt nicht kommen hören. Unser Hanomag steht weiter entfernt von uns als das Hippo. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig, als vorsichtig in den Hanomag einzusteigen. Eigentlich müssen wir auf Toilette, aber das lassen wir lieber, denn das Hippo stellt für uns ein unüberwindbares Hindernis dar. So putzig und plump ein Hippo auch aussehen mag, es ist eines der gefährlichsten Tiere Afrikas. Und eins sollte man immer vermeiden: Nie zwischen Hippo und das Wasser stellen, denn so würde man ihm den Fluchtweg blockieren und es greift an. Zum Glück haben wir ja eine Toilette im Hanomag für solche Notfälle. Noch lange hören wir das Mampfen des Flusspferdes, das uns sanft in den Schlaf wiegt.

Camping mit Blick in den South Luangwa Nationalpark

Hippo im Fluss, Sambia

Wir wollten unbedingt mal ein ganzes Hippo sehen – nicht nur die Ohren die aus dem Wasser hervorluken. In Tansania hatten wir leider kein Glück, aber in Sambia konnten wir uns fast vor lauter Hippos gar nicht mehr retten. Das erste Hippos sahen wir schon, bevor wir in den South Luangwa Nationalpark fuhren – direkt vom Campingplatz aus. Im Croc Valley Camp stehen wir mit unserem Hanomag direkt am Luangwa-Fluss und blicken in den Nationalpark, der nicht eingezäunt ist. Am nächsten Morgen stehen wir noch vor Sonnenaufgang auf und siehe da, gleich mehrere Hippos grasen im Fluss. Nach der langen Trockenzeit führt er nicht mehr so viel Wasser, so dass sich viele kleine Inseln gebildet haben, die mit saftigen frischen Gras bewachsen sind. Dieses Bild bietet sich uns fast jeden Morgen, während der Woche, die wir hier verbringen.

 Flusspferde, South Luangwa, Sambia

Als wir am 19.10.2011 dem South Luangwa Nationalpark einen Tagesbesuch abstatten, wird es noch besser. Bevor man zum Gate des Parks gelangt, muss man eine Brücke überqueren. Hier lohnt sich ein Blick in den Fluss, denn hier versammeln sich unzählige Hippos auf einem Haufen. Ein toller Anblick, wenn sie abwechselnd aus dem Wasser schnellen und gähnen oder ihre Artgenossen bedrohen. Denn dann erhascht man einen Blick auf das imposante Gebiss, was einem einen Heiden-Respekt vor den Tieren einflößt. Zur Begrüßung läuft dann Park eine Hippo in aller Seelenruhe vor uns über die Straße. Ein anderes sieht aus, als stecke es im Schlamm fest, aber es scheint sich doch nur genüsslich zu suhlen.

Hippo auf der Strasse in Sambia
 Flusspferd im Schlamm, Sambia

Achtung, Hippo!

Später campen wir am Zambezi im Zambezi Breezer Camp. Wo wir stehen sieht es aus, als wäre hier eine beliebte Ausstiegsstelle für Hippos. Denn morgens und Nachts kommen sie aus dem Wasser und legen kilometerweiter Strecken zurück, um zu futtern. Immer wieder hört man ihren unverkennbaren Ruf. Die Mitarbeiter bestätigen uns, dass die Hippos öfter mal übers Gelände laufen. Als wir uns am späten Abend draußen ein Bier nach dem Essen schmecken lassen, haben wir das Gefühl, dass das Hippo immer näher kommt. Vielleicht möchte es gerne rauskommen, aber wir sind im Weg. Vielleicht kommt es später, wenn wir schon im Bett liegen. Als wir nachts nochmal raus müssen, versichern wir uns jedenfalls genau, dass kein Hippo vor der Tür steht.

Kurz darauf besuchen wir im Kafue Nationalpark das McBrides Camp, hier kann man die Hippos direkt vom Restaurant aus beobachten. Und auch bei der Nachtsafari begegnen uns viele Hippos beim Grasen. Der Campingplatz liegt etwas weiter entfernt vom Restaurant und man kann nicht alleine dorthin laufen, sondern man wird von einem bewaffneten Wächter begleitet oder gefahren. Denn sonst ist es wegen der Hippos und der anderen Tiere zu gefährlich. Als wir den Kafue Nationalpark verlassen, campen wir ganz in der Nähe, aber außerhalb im Mukambi Bush Camp, wo uns am späten Abend das Hippo am Lagerfeuer „heimsucht“.

Wer also wie ich ein Hippo-Fan ist, für den ist Sambia garantiert das richtige Reiseland. Und tatsächlich hat unser Eindruck nicht getäuscht, denn Sambia ist das Land mit der höchsten Dichte von Flusspferden.

Klick hier, um noch mehr Fotos aus Sambia anschauen.

Kafue Nationalpark

Camping im NP: McBrides Camp
GPS: S14 41.388 E26 23.042
Webseite: www.mcbridescamp.com

Camping außerhalb beim Mukambi Bush Camp
GPS: S14 58.556 E25 59.484
Webseite: www.mukambi.com

South Luangwa Nationalpark

Camping im Park nicht möglich

außerhalb: Wildlife Camp
in eigenem Schutzgebiet, direkt am Fluss gelegen
regelmäßger Besuch von Elefanten & Löwen im Camp
ca 15 min Fahrtzeit zum Parkgate
GPS: S13°06’27.09″ E31°45’13.73″
www.wildlifezambia.com
Alternative: Croc Valley Camp
5 min Fahrtzeit zum Gate
GPS: S13°06’02.54“ E31°47’43.58“
Webseite: www.crocvalley.com

Camping beim Zambezi Breezer Camp

direkt am Fluss
GPS: S15 59.131 E28 52.855
Webseite

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Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

4 Kommentare

  1. Caroline seyffer am

    Hallo bin auch ein hippo Fan! Guter Bericht!! Kennst du den Film über tödliche hippo Angriffe in Sambia?? Gabs mal eine tv Doku!

    • Hallo Caroline,
      schön, dass Dir unser Bericht gefällt. Leider kennen wir die Doku nicht. Hast Du noch mehr Infos zu dem Film oder den Titel, würde uns auch sehr interessieren.

  2. Pingback: Ortsunabhängig Arbeiten: Ein Tag im Wildlife Office als Digitale Nomaden

  3. Pingback: Safari im Kafue Nationalpark – Festgefahren im Black Soil

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