Ankunft in Johannesburg

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Vom warmen Berlin ins kalte Südafrika – damit hatten wir nicht gerechnet. Eigentlich sollte der Winter dort schon vorbei sein. Aber die Hauptsache ist: Unserem Hanomag geht es gut. Nun fehlen nur noch ein paar Vorbereitungen, bevor unsere Afrika-Reise fortsetzen können.

Nach anstrengenden Flügen landeten wir am 30. August 2013 endlich in Johannesburg. Wegen der getrennten Flüge kam Verena mehrere Stunden früher an. Bei der Ankunft muss man erst mal die Taxifahrer und Kofferträger abschütteln, die sich auf einen stürzen. Denn es gibt wie an allen Flughafen Kofferwägen und man muss nichtmal Pfand dafür zahlen wie sonst üblich. Zum Glück gibt es in Johannesburg ein große Auswahl an Geschäften, Cafés und Restaurants, wo man sich die Zeit vertreiben kann. Nur kostenloses Internet wie in Frankfurt wird nicht angeboten. Kaum war Pat gelandet, wurden wir auch schon abgeholt. Als wir aus dem Flughafen traten, staunten wir nicht schlecht – es war kalt. So hatten wir uns das mit Afrika nicht vorgestellt – vom wohlig warmen Berlin ins winterliche Südafrika. In Kapstadt hatte es vor wenigen Tagen erst geschneit. Da ahnten wir noch nicht wie wir später noch frieren würden. Abends mussten wir uns einen warmen Fleece überziehen und nachts mit mehreren Decken übereinander schlafen.

Wiedersehen mit unserem Hanomag

Wir konnten es kaum erwarten unseren guten alten Hanomag endlich wiederzusehen. Erleichtert stellten wir fest: „Es geht ihm gut.“ Die nächsten Tagen gibt es dennoch einiges zu erledigen, bevor endlich ins nächste Afrika-Abenteuer starten können. Aber erstmal wollten wir nur eins: duschen und schlafen. So ein Langstreckenflug schlaucht ganz schön. Wir konnten im Gartenbungalow auf der Farm unsere Gastgeber in einem Vorort von Johannesburg übernachten und uns dort von den Strapazen erholen konnten. Beim Abendessen begann die Reise aber schon mal sehr gut: Denn im Pub, wo wir mit ein paar Leuten hingingen, war T-Bone-Night. Wir verdrückten also ein 600 Gramm großen Streak, das mit Pommes und Gemüse sage und schreibe nur 8 Euro kostete. Dieser Preis ist aber auch in einem südafrikanischen Restaurant ein besonderes Angebot.

zurück beim Hanomag in Johannesburg

Die nächsten Tage mussten wir den Hanomag fit für die Reise machen und irgendwie all das Zeug, was wir in drei Koffern (insgesamt 76 Kilo) mitgebracht hatten, in unserem ca. 6 qm Wohnraum im Koffer unterbringen. Bei unserem Allrad-LKW muss Patrick alle Öle austauschen. Praktischerweise besitzen unsere Gastgeber eine eigene Werkstatt und da sie auch einen Hanomag haben, kennen sich die Angestellten bestens mit dieser Art von Fahrzeug aus. Schließlich stellt Georg fest, dass wir ein Problem mit unserer hinteren Antriebswelle haben. Was für ein Glück, dass er noch ein Original Hanomag-Ersatzteil dafür da hat. Wären wir so weitergefahren, hätte es in einer Katastrophe enden können.

Einkaufen in Johannesburg

Südafrikanische Leckereien
Außerdem mussten wir uns Vorräte zulegen, denn Konserven und andere haltbare Sachen sind in Südafrika viel billiger als im restlichen südlichen Afrika. Denn sie werden in Südafrika und dann in die Nachbarländer importiert. Natürlich kauften wir auch viele Flaschen leckeren südafrikanischen Wein: Beim letzten Mal hatten wir unseren Lieblingswein „Like Father Like Son“ entdeckt, den es aber leider nicht in jedem Getränkemarkt gibt. Also mussten wir uns ein bisschen auf die Suche machen. Es gibt aber überall auch 5 Liter-Kanister mit Wein, was im ersten Moment seltsam anmutet. Keine besonders edlen Tropfen, aber durchaus sehr schmackhaft und vor allem praktisch zum Verstauen.

Die Einkaufszentren in Johannesburg sind riesige Komplexe und man kann zu jedem Geschäft mit dem Auto fahren. Es sieht eher aus wie eine Ansammlung von Geschäften rund um einen großen Parkplatz – keine Shopping Center, in denen man von Laden zu Laden läuft. In diesen Centern befinden sich auch Cafés und Restaurant und man sieht auffallend viele Weiße. In unseren Vorräten durften auch die typischen Leckereien Salticrax mit schwarzem Pfeffer, Rusks, geräucherte Austern, Biltong und Droewors nicht fehlen. Dank unseren Gastgebern haben wir einen tollen Metzger entdeckt, bei dem wir die Trockenfleisch-Spezialitäten einkauften und Vakuumverpacken ließen. So hält es sich mehrere Monate im Kühlschrank.

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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