Familie Zapp – mit 4 Kindern im 86-jährigen Oldtimer um die Welt

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Wie seid Ihr krankenversichert?

Wir haben keine Krankenversicherung. Wenn wir krank werden, gehen wir zu einem Arzt, in dem Land, wo wir gerade sind. Natürlich mache ich auch alle Impfungen, die sind bei uns allen auf dem neuesten Stand. Als ich schwanger war, hatte ich meine Krankenakten immer bei mir – sonst hat diese der Arzt. Jedes Mal wenn ich beim Arzt war, habe ich ihn gebeten ein Notiz zu machen für den Arzt im nächsten Land. Außerdem habe ich Ärzte in Argentinien, denen ich fragen per Email stellen kann. Im Moment ist meine größte Sorge Malaria. Aber wir hatten nie eine schlimme Krankheit. Vielleicht weil meine Kinder immer Kontakt zur Umwelt haben. Denn sie sind keine Kinder, die ihre Zeit immer nur im Haus verbringen.

Ihr hattet geplant, nach Argentinien zurückzukehren, wenn Pampa 10 Jahre alt wird. Nun ist er 11 und Ihr seid immer noch unterwegs. Wie kommt’s?

Pampa genießt das Reisen wirklich, er möchte nicht damit aufhören. Letztens hatte er einen Traum, von dem er uns erzählt hat. Er hat geträumt, dass wir ein sehr guten Schutz gegen Mückenstiche entwickeln würden und damit würden wir Geschäfte machen und sehr viel Geld verdienen. Im Traum hat er uns dann gefragt, was aus unserem Traum vom Reisen geworden ist. Das war sehr aufschlussreich. Dennoch überlegen wir, ob wir nach Argentinien zurückkehren, wenn Pampa ins Teenager-Alter kommt.

Eure Kinder kennen nur das Leben als Reisende. Was meinst Du, können sie sich überhaupt an das Leben an einem Ort gewöhnen?

Sie werden es ebenfalls mögen aber wahrscheinlich wird sie die Schule und das Leben an ein- und demselben Ort etwas langweilen. Es wird anders sein aber es wird auch schön sein, Zeit mit ihren Cousins und der ganzen Familie verbringen zu können.

Was macht Ihr selbst, wenn Ihr in Argentinien seid?

Wir müssen versuchen, uns daran zu gewöhnen, ständig an einem Ort zu sein und es gleichzeitig zu genießen. Aber ich glaube, uns wird’s dort gut gehen.

Wollt Ihr wieder einen klassischen Job machen?

Nein, ganz bestimmt nicht. Wir werden weiterhin Bücher schreiben, denn das hilft uns auch das Reisen nicht zu sehr zu vermissen. Wenn man schreibt ist das so, als würde man durch die Seiten weiterreisen. Außerdem werden wir dann Vorträge über unsere Reisen machen. Wir werden also immer noch irgendwie reisen, aber auf andere Art und Weise. Vielleicht können wir auch auf einer Farm Budget Unterkünfte anbieten, um Reisende aus der ganzen Welt aufzunehmen. Es wäre sehr schön so weiterhin Kontakt zu Reisenden zu halten.

Vielen Dank für das Interview. Ich hoffe wir treffen uns irgendwo auf der Welt wieder oder wir bekommen Euch in Argentinien besuchen.

Noch mehr über Familie Zapp erfahrt Ihr auf ihrer Webseite www.sparkyourdream.net

oder in ihrem Buch “Spark your dream”* das ich auch gerade lese.

Und zum Schluss könnt Ihr Euch hier ein kurzes Video über die reisende Familie anschauen.

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Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

8 Kommentare

  1. Pingback: Interview: Eine Südkoreanerin reist seit 4 Jahren alleine um die Welt

  2. Hallo,
    finde das große Klasse , seinen TRAUM zu leben …….:-)),es einfach TUN!!!!!
    Wir haben Familie Zapp in Namibia Sept.2013 kennengelernt ,
    sie haben uns bei einer Autopanne geholfen.
    Wir waren von ihrer unkomplizierten und freundlichen Hilfe überwältigt und hoffen
    auf ein Wiedersehen in Deutschland ……, ?????
    Wir wünschen euch immer genügend Sprit im Tank und volle Wasserkanister…
    alles Gute aus Bayern :-)

  3. Wahnsinn! Finde ich einfach nur super was die Zapps machen. Ich muss gleich mal alles aufsaugen, was es von denen zu lesen gibt.
    Ich habe vor solch einer ultimativen Tour leider zu viel Schiss :-)

  4. Also man kann es kaum glauben mit vier Kids so um die Welt zu kommen ist schon echt irre. Ich denke ich fange auch zum Malen an, mal schaun was meine Frau dazu meint :-)

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