Hanomag trifft Mowag

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Von Kipepeo Beach bei Dar es Salaam geht es weiter durch den Mikumi Nationalpark nach Iringa.

Wir treffen einen noch älteren LKW als den Hanomag und lassen uns ostafrikanische Küche schmecken.
Nach mehreren Wochen am wundervollen Kipepeo Beach bei Dar es Salaam ziehen wir am 11. September 2011 weiter Richtung Westen. Alle elektrischen Probleme mit Bremslicht, Blinker und Hupe sind behoben. Vor uns liegt eine für uns lange Etappe von 320 km bis zur Tan Swiss Lodge (S7°23’41,3“ E37°00’05,4“), zu der wir schonmal mit Patricks Eltern mit dem öffentlichen Bus gefahren sind. Deshalb fahren wir schon um 7 Uhr morgens los. Auf dem Weg durchqueren wir noch einmal den Mikumi Nationalpark und sehen wieder Elefanten, Giraffen und Warzenschweine. Schneller als gedacht kommen wir am späten Nachmittag auf dem Campingplatz der Tan Swiss Lodge (Camping: 8000 Tsh p.P) an. Zu unserer Überraschung treffen wir dort auf die Briten, die wir schon aus dem Kipepeo und dem Silver Sands kennen.

Am nächsten Tag treffen wir zum ersten Mal auf ein noch älteres Reisemobil als den Hanomag: Christina und Dominik kommen mit Ihrem Schweizer Mowag Baujahr 1959 an. Allerdings hat der Mowag einen neueren Motor von 1990 eingebaut. Unser blauer Hanomag und der gelbe Mowag sehen gemeinsam richtig gut aus auf dem Campingplatz. Als der Schweizer Besitzer der Lodge Joseph zurückkehrt, staunt er nicht schlecht, als er die beiden betagten LKW auf seinem Campingplatz sieht. Mit Christina und Dominik, die über die Westroute gekommen sind und jetzt über den Osten zurück in die Schweiz fahren, verbringen wir zwei schöne Tage. Wir tauschen viele Reiseerfahrungen und Tipps aus und chillen abends am Lagerfeuer.
Mowag

 Hausmannskost auf Afrikanisch

Als wir uns wieder auf den Weg machen, gehen wir noch im Dörfchen Mikumi Mittagessen. Viele LKW-Fahrer tun es uns gleich. So ist das Dorf zur Mittagszeit sehr quirlig und es parken so viele Trucks wie an einer Autobahnraststätte. Vor einem kleinen Laden steht eine afrikanische Mama an Ihren Töpfen. An dem kleinen Tisch davor quetschen sich viele Leute. „Das muss das Essen ja gut sein,“ denken wir und schauen in die Töpfe. Für nur 3000 Tsh gibt es einen Teller mit Reis, Bohnen und Fleischsauce – ostafrikanische Hausmannskost. Wir quetschen uns an den Tisch und werden als Muzungus neugierig beäugt. Aber wir haben das Gefühl, das wir willkommen geheißen werden und sie sich freuen, dass es uns schmeckt. Satt und glücklich steigen wir in den Hanomag und fahren bis knapp vor Dunkelheit. Ein paar Kilometer vor Iringa campen wir beim Riverside Rest Camp (GPS: S7°47’52,3“ E35°47’47,0“/ Preis: 9000 Tsh p.P).

In Iringa wollen wir unsere Vorräte aufstocken und decken uns auf dem bunten Markt mit allerlei frischem Gemüse, Obst und Reis ein. Wie immer in Afrika gehört das Handeln dazu und macht den Einkauf viel spannender als im Supermarkt. Manchmal wird nach Kilos verkauft, manchmal häufchenweise oder wir haben die Wahl zwischen verschiedenen Eimergrößen. In einem kleinen Geschäft kaufen wir dazu noch neue Kabel, um unsere Wasserpumpe vom Waschbecken direkt an unseren 200 Liter Tank anschließen zu können. Bisher hatten wir einen eigenen, kleinen Frischwasser- sowie einen Abwasser-Tank unterm Waschbecken. Aber auf Dauer nervt das Auffüllen uns Ausleeren.

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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