Ortsunabhängig Arbeiten: Ein typischer Tag in unserem Wildlife Office

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So macht Arbeiten jeden Tag Spaß: Wenn man einen atemberaubende Blick genießt und zwischendurch wilde Tiere wie Elefanten beobachten kann. Zur Zeit verbringen wir 2-3 Wochen an einem unserer absoluten Lieblingsplätze – dem South Luangwa Nationalpark.

Digitale Nomaden - ortsunabhängig arbeiten in Afrika

Viele fragen uns dann: “Was macht ihr denn so lange hier, wird euch nicht langweilig?” Nee, wirklich nicht! Sollte uns doch langweilig werden, was sehr sehr unwahrscheinlich ist, packen wir einfach unsere Sachen und ziehen an den nächsten schönen Ort. Das ist der Vorteil vom ortsunabhängigem Arbeiten.
Und die nächste Frage: “Ist das nicht blöd, wenn man im Urlaub arbeiten muss?” Für uns ist es kein Urlaub, sondern ein dauerhafter Lebensstil als Digitale Nomaden, bei dem wir uns schöne Ort suchen, um dort zu arbeiten. Ein Tag Urlaub ist für uns, wenn wir mit unserem Hanomag, der zugleich Haus, Büro und Fahrzeug ist, in den Nationalpark fahren. Außerdem macht auch die Arbeit Spaß, wenn man, wie wir, sein eigener Chef ist und jeden Tag selbst gestalten kann.

Wie sieht unser Alltag als Digitale Hanomaden im Wildlife Office aus?

Zum Sonnenaufgang um kurz vor 6 Uhr stehen wir auf und genießen bei einem Grüntee den Blick auf den Fluss und beobachten welche Tiere sich sehen lassen. Beeindruckend ist dabei vor allem die Stille und das goldfarbene Licht. Dafür stehe sogar ich als eingefleischter Spättaufsteher gerne so früh auf. Danach lesen wir ein bisschen, ich zum Beispiel das Buch “The Art of non-Conformity“ von Chris Guillebeau* zur Inspiration.

Brot backen ohne Ofen

Währenddessen faltet Patrick mehrmals das no-knead Brot und backt es schließlich im Potije. Wenn es fertig ist, so gegen 10 Uhr, frühstücken wir dann gemütlich. Nach einem Espresso machen wir uns dann an die Arbeit: Blog-Artikel schreiben, E-Mails beantworten, Social-Media-Kanäle und neue Projekte vorbereiten. Aber zwischendurch besuchen uns sowohl Elefanten, Pukus, Flusspferde und Kudus als auch kleine Tiere wie Erdhörnchen und Schlangen.

Spotted Bush Snake

Gegen 17 Uhr endet für uns der Arbeitstag und wir genießen einen Gin & Tonic als Sundowner und sehen zu, wie die Sonne im Luangwa-Fluss versinkt – einfach inspirierend. Um 18 Uhr fängt Patrick an zu kochen. Wir haben uns vorher mit vielen frischen Lebensmitteln aber auch Konserven eingedeckt und das Tiefkühlfach ist voll mit Rindfleischsteaks. Immer mal wieder kommen Händler mit Obst und Gemüse vorbei, die den langen Weg durch das private Wildreservat zu Fuß oder auf den Fahrrad bis hierhin ins Camp zurücklegen — obwohl Elefanten so gerne frisches Obst und Tomaten mögen. Wenn wir mehr Vorräte aufstocken müssen, können wir auch selbst ins rund 6 km entfernte Städtchen Mfuwe fahren. Wenn wir uns gleich morgens um 6 Uhr oder nachmittags um 16:30 Uhr auf den Weg machen ist es gleichzeitig ein Mini Game Drive.

Sundowner at Wildlife Camp, Zambia

Nach dem Abendessen sitzen wir oft mit unseren Campingplatznachbarn zusammen. Wir treffen hier immer auf interessante Menschen, wie zum Beispiel Barbara und Jörg von welterfahrung.com, die ihr Haus verkauft haben und jetzt für unbestimmte Zeit reisen – zunächst im südlichen Afrika. Und danach? Mal schauen. Genau, wie wir! Wir sind immer noch dabei, zu überlegen wohin wir von hier aus fahren….Nach Tansania, nach Simbabwe oder doch nach Botsuana? Vielleicht treffen wir die beiden ja nochmal woanders auf der Welt. Jedenfalls werden wir spätestens um 22 Uhr müde. Auch sehr ungewöhnlich für uns!
Ich hab die Entscheidung nach dem Überfall wieder zurück nach Afrika zu kommen nicht bereut. Ich fühle mich eher, wie nach Hause zurückgekehrt. Mehr dazu kannst Du bald auf runterwegs.de lesen.

Wie schaut Dein typischer (Arbeits-) Tag aus?
Wo würdest Du gerne ortsunabhängig arbeiten?

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

2 Kommentare

  1. Sehr cool! Bin schon mächtig gespannt … danke für den Vorgeschmack! ;)

    Wie habt Ihr das denn mit dem Internet gelöst? Ich habe mich eigentlich schon drauf eingestellt, weitgehend offline zu sein, aber wenn ich Euren Bericht so sehe, wäre es natürlich auch klasse, zwischen Tierbeobachtungen etc. am Laptop arbeiten zu können …

    LG, Wolfgang

    • Hallo Wolfgang,

      wo übernachtest Du denn? Im Croc Valley Camp gibt es sogar Free Wifi – ist zwar etwas langsam, aber wenn man Geduld hat geht’s. Ansonsten, wenn Du in einem anderen Camp übernachest, hat auch MTN Zambia und Airtel Zambia Empfang, aber auch nur Edge. Am besten ein Internetbundle kaufen, denn die Preise pro MB sind sonst sauteuer. Kannst Du bestellen über die Codes *335# (MTN) oder *575# (Airtel).
      Wir wünschen Dir eine tolle Zeit im South Luangwa Nationalpark.

      Liebe Grüße,
      Verena & Patrick

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