Hoch hinaus und zurück – der Hanomag erklimmt Livingstonia

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Vom Malawisee wollen wir endlich mal wieder hoch hinaus. Da kann sich auch unser Allrad-LKW mal wieder verausgaben. Unser Ziel ist Livingstonia, auf ungefähr 1000 Metern Höhe. Dorthin gelangt man über eine abenteuerliche Serpentinenpiste. Die Kurven sind eng – zu eng für unseren Hanomag und es geht steil bergab.

Blick vom Lukwe Eco Camp Malawi

Übernachten wollen wir im Lukwe Camp, wieder ein Tipp von Paul und Marja, die wir aus Kenia kennen. Die beiden haben es mit ihrem LKW ohne Allrad aber nicht bis auf die Campingfläche geschafft und mussten außen parken. Mal schauen, wie sich der Hanomag schlägt. Auch diese Herausforderung meistert er, auch wenn Patrick bei den Kurven schon ziemlich rangieren muss. Aber die Mühe hierher zu kommen lohnt sich wirklich: Die Aussicht von der Bar aus ist phänomenal. Das ganze Camp ist ökologisch gebaut mit Solarduschen und Komposttoiletten. Wir haben alles ganz für uns, weil wir wieder die einzigen Gäste sind. Der belgische Besitzer lädt uns erstmal auf ein Bier ein. In Malawi gibt es das dänische Carlsberg oder das einheimische Kuche Kuche. Auke hat ganz Afrika bereist und kennt witziger weise auch Digga vom Hornbill Camp in Uganda. Auf Reisen schrumpft der riesige Kontinent Afrika gefühlt zusammen.

Strassen in Malawi

Da wir weiter in den Süden wollen, fahren wir am 1. Oktober 2011 nicht die gleiche Serpentinenstraße zurück Richtung Chitimba, sondern nehmen den Weg nach Rumphi. Vorher schauen wir uns noch die Mission in Livingstonia an. Die Missionare wussten schon, wo es schön ist….Zurück zum See führt die Strecke malerisch entlang des Nyika-Plateaus. Hier lang zu fahren macht richtig Spaß, weil man die wunderschöne Landschaft anschauen kann – rote Erde wie aus dem Bilderbuch, kleine Dörfer, Bananenstauden und mächtige Berge. Am frühen Nachmittag kommen wir in Mzuzu an, wo wir nur einen kurzen Einkaufsstopp einlegen.(Nachtrag: Als wir am 29.12.2013 die Strecke nochmal fahren, brauchen wir 9 Stunden. Warum, kannst Du hier nachlesen.

Platzangst in Nkhata Bay

Da es noch früh ist, fahren wir gleich weiter ins ca. 50 km entfernte Nkhata Bay. Der Reiseführer spricht von einem kleinen Fischerdorf, uns kommt es eher wie eine Stadt vor. Allerdings kommt schon auf der Hauptstraße, wo es auch einen Supermarkt gibt, afrikanische Marktatmosphäre auf. Mit dem Hanomag bekommen wir etwas Platzangst, denn überall sitzen Leute mit ihren Decken und verkaufen Obst und Gemüse und unglaublich viele Menschen sind auf der Straße unterwegs.

Wir gucken also, dass wir schleunigst den Hanomag auf dem Campingplatz abstellen können und gehen am nächsten Tag lieber zu Fuß einkaufen. Und wieder halten wir uns an den Tipp von Paul und Marja und campen im Big Blue Backpackers. Wir sollen unbedingt in die Jamrock Bar gehen, die nur 5 Gehminuten entfernt liegt. Wir treffen den Besitzer der Bar im Big Blue, der uns erzählt, dass er gerade wegen Renovierung geschlossen hat. Schade, vielleicht kommen wir ja nochmal her. (Nachtrag: Wir sind tatsächlich wiedergekommen. In diesem Malawi-Reisebericht kannst Du nachlesen, wie der Abend am 13.12.2013 im Jamrock war.)

  • Klick hier, um unsere Reisetipps und Informationen zu Malawi anzuschauen. (Stand 2013/2014)

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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