Rustenburg – Eine Geisterstadt oder doch nicht?

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Freitag, 16 Uhr in Rustenburg: Wir kurven durch das Zentrum. Alle Geschäfte geschlossen. Fast niemand ist unterwegs. Was ist hier los?

Ein geöffnetes Geschäft in der Innenstadt entdecken wir dann doch noch: Ein Game-Store, der innen ein wenig ranzig wirkt. Immerhin erstehen wir hier zwei neue Campingstühle und einen Potjie – ein gusseiserner Topf, in dem man Brot auf Kohle backen kann. Aber warum sonst alles zu ist, erfahren wir nicht, vielleicht ist es einfach eine verschlafenen Stadt.

Sundoner Botswana

 

Da ist es – das Shopping-Paradies

Rustenburg ist der letzte Stopp, bevor wir Südafrika endgültig verlassen. Uns waren noch ein paar Dinge eingefallen, die wir noch kaufen wollten. Deshalb suchten wir noch weiter nach einem großen Einkaufzentrum und einen Platz zum Schlafen brauchten wir auch noch. Irgendwie landeten wir vor den Schranken eines superschicken Hotels und fragten den Mitarbeiter danach. Er lieferte eine akkurate Wegbeschreibung begleitet von sehr ausladenden Gesten. Und tatsächlich da war es: Ein riesiger zum Teil nigelnagelneuer Komplex – die Waterfall Mall. Die Parkplätze waren voll und vor allem Weiße wuselten umher. An einem Ende gab es eine Fast Food Eck, wo bis spät in die Nacht reger Betrieb herrschte. Manchmal ist man sich nicht mehr sicher, ob man jetzt noch in Afrika ist, oder doch schon in den USA. Die Parallelen sind jedenfalls nicht zu Übersehen.

Map Rustenburg


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Campen auf dem Parkplatz

Als wir den Ocean’s Basket sahen war klar: Hier gehen wir heut Abend essen. Es ist eine Restaurantkette mit leckeren und relativ günstigen Meeresfrüchte-Platten. Übernacht blieben wir einfach auf dem Parkplatz des Einkaufszentrum stehen, nachdem wir das mit den Sicherheitsleuten abgesprochen hatten. Wir schliefen sehr gut, tief und fest, bis am frühen Morgen der Security klopfte und wissen wollte, ob wir gut geschlafen hatten. Am liebsten hätten wir geantwortet. „Ja, bis eben schon.“ Aber natürlich grüßten wir freundlich und bedankten uns, dass er so gut auf uns aufgepasst hatte.

Fischplatte im Oceans Basket

Nach dem Shopping fuhren wir dann über die Autobahn, wo wir mehrmals Maut zahlen mussten Richtung Botswana. An der Grenze versuchten wir noch das Carnet de Passage  auszustempeln zu lassen. Aber der Beamte teilte uns mit, dass das innerhalb der südafrikanischen Union nicht möglich. Das wussten wir, aber ein Versuch war es wert.

Ein Glück, dass es letztes Jahr an einem anderen Grenzübergang geklappt hat. Nur war der Grenzbeamte verwirrt wegen dem Stempel und zögerte. Schließlich durften wir aber doch ungehindert passieren. Da unser Carnet aber in einem Tag ausläuft, werden wir es notgedrungen in Botswana überziehen müssen. Hoffentlich gibt es dann beim Verlassen keine Probleme. (Mehr dazu lest Ihr im nächsten Reisebericht).

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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