Schlechte Nachrichten in Luxor

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Am 11. Januar 2011 verlassen wir die Weiße Wüste und treffen überraschenderweise zwischen der Farafra und Dakhla-Oase nochmal Sonya und Aaldrik. Während wir in der Weißen Wüste waren sind sie fleißig geradelt. Natürlich laden wir sie nochmal auf einen Espresso ein. Gegen Abend erreichen wir die Stadt Mut, wo wir übernachten. Wir haben gehört, dass man in der nächsten Oase Al Kharga gut einkaufen kann. Gegen Mittag kommen wir dort an, die Stadt gefällt uns aber nicht so gut, wie die anderen Oasenstädte. Deshalb machen wir schnell unsere Einkäufe und fahren weiter.sonya-and-aaldrik

Eigentlich wollten wir ja noch einen kleinen Imbiss, aber es gibt nur Fisch, obwohl der Nil ziemlich weit weg ist. Leider ist der Fisch auch ziemlich teuer und der Verkäufer will uns unbedingt Garnelen andrehen. Wir hätten lieber Falafel gegessen. Nach der letzen Oase ist auf der Straße so gut wie gar kein Verkehr mehr. Dafür gibt es aber immer wieder mitten im Nirgendwo einen Checkpoint, die uns auf einen Tee einladen wollen. Wir campen in der Wüste und erreichen am 13. Januar das Rezeiky Camp in Luxor. Vom Camp-Manager bekommen wir erstmal einen Ouzo als Begrüßungsdrink spendiert. Das Erstaunliche ist, dass der Ouzo Made in Egypt ist, genau wie alle anderen Spirituosen, die er da hat. Diesmal sind wir zur Abwechslung nicht allein auf dem Campingplatz. Die Neuseeländerin Christie und der Brite Gary sind mit Ihrem Landrover Discovery auf dem Weg nach Malawi , wo sie in ein paar Monaten einen Job als Camp-Manager anfangen. Sie fahren am nächsten Tag nach Assuan, wo sie am Montag die Fähre in den Sudan nehmen. Der Holländer Louis kommt gerade aus dem Sudan und fährt mit seinem Landcruiser Richtung Mittlerer Osten.

Am Nachmittag laufen wir in die Innenstadt und schauen uns Luxor an. Der Luxor Tempel ist wirklich imposant besonders wenn er nach Einbruch der Dunkelheit beleuchtet ist. Luxor merkt man das hohe Touristenaufkommen an, denn es ist fast wie an den Gizeh-Pyramiden. Alle fünf Minuten wird man angesprochen , ob man mit einer Pferdekutsche fahren möchte. Außerdem ist alles in Luxor viel teurer als anderswo in Ägypten. Später laufen wir noch zum Karnak Tempel und überlegen ob wir uns die Sound-and-Light-Show angucken sollen. Leider gibt’s die an dem Tag nur noch auf Russisch. Am nächsten Morgen sitzen wir gemütlich beim Frühstück, als Louis vorbeikommt und uns viele Tipps für unsere Weiterfahrt durch Afrika gibt. Während wir uns gerade fertig machen, um den Karnak Tempel tagsüber zu besichtigen, kommt Louis extra für uns aus der Stadt zurück. Er hat zwei Traveller getroffen, die von Mr. Salah (der Leiter vom Ticketbüro der Fähre) erfahren haben, dass es für die Fähre am 24. Januar, die auch wir nehmen wollten, noch keine Anmeldungen mit Autos gibt. Im schlimmsten Fall müssten wir dann das Ponton, auf das die Autos verladen werden, alleine zahlen. Also entscheiden wir uns spontan, dass wir versuchen noch die Fähre eine Woche früher zu bekommen. Das ist etwas knapp, da man noch viele Formalitäten für die Ausreise erledigen muss und vor allem: wir haben noch kein Visum für den Sudan. Wir haben zwar die Pässe zur Sicherheit nach Deutschland geschickt, aber dann die Information erhalten, dass wir das Visum doch in Assuan machen können. Die Botschaft hat aber erst am Sonntag wieder auf. Wir machen uns also sofort auf den Weg, um die knapp 200 Kilometer noch vor Einbruch der Dunkelheit zu schaffen. So müssen wir schweren Herzens auch auf den Besuch des Karnak Tempels und dem Tal der Könige verzichten. Unterwegs rufen wir Mr. Aboudah (die Nr. haben wir vom Rezeiky Camp bekommen), den Mitarbeiter von Mr. Salah an, um die Fähre zu reservieren. Er will uns am nächsten Morgen vor dem Mc Donalds einsammeln. Wir campen einfach direkt gegenüber, mit dem Hanomag kein Problem.

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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