Botschaftssuche

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Nachdem wir Geld gewechselt haben, fahren wir am 31. Januar 2011 zu den Koordinaten, die wir für die äthiopische Botschaft haben. Wie schon in Cairo ist auch hier in Khartoum die Botschaft umgezogen. Wir müssen mehrmals nachfragen und finden die Botschaft erst als uns ein netter Polizist, der vor der jemenitischen Botschaft stationiert ist hinführt. Bei der äthiopischen Botschaft ist richtig viel los. Von Anstehen hat hier noch niemand etwas gehört, alle drängen sich vor den beiden Schaltern nebeneinander. Wir haben Mühe überhaupt das Formular zu ergattern, was wir ausfüllen müssen und dann wieder drängeln, um es abgeben zu können. Danach müssen wir warten, bis wir aufgerufen werden und die 20 $ pro Visum zahlen dürfen. Den Pass können wir am nächsten Morgen abholen. Wir vertreiben uns die Zeit mit einer Fahrt zum Zusammenfluss von Blue und White Nile und mit ein bisschen Shopping und stellen uns dann quasi neben die Botschaft zum Übernachten.

khartoum

Wir stellen fest, dass wir ganz in der Nähe vom Ozone Café sind. Mit der Vorfreude auf Eis laufen wir gleich hin, leider ist es wegen Renovierung geschlossen. Schade sah wirklich nett aus. Am nächsten morgen ist unser Visum tatsächlich fertig und wir fahren zu den Koordinaten der kenianischen Botschaft, die uns Jeffrey gegeben hat. Wir werden direkt zum Attaché geführt, der erst sehr reserviert und missmutig wirkt. Aber dann ganz begeistert von seinem Aufenthalt in München erzählt. So haben wir nach 15 Minuten das Kenia-Visum. Bevor wir Khartoum verlassen, schauen wir uns noch den Souq in Obdurman an. Ist ziemlich riesig und wir sind froh, dass wir den Hanomag wiederfinden. Da wir den Sudan nicht zu schnell den Rücken kehren wollen, planen wir einen kleinen Umweg über Aulia zu fahren. In Aulia wird der Nil gestaut und wir müssen hier eine sehr lange und schmale Brücke überqueren. Am Rand sehen wir viele Fischer. Wir parken direkt neben einer Moschee und gehen noch über den Souq der Stadt, der viel überschaubarer und günstiger ist, als der Markt in Obdurman.

Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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