Tam Tam: aus 1 Tag werden 26

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Ruanda Broschetten

Auch Gregory sehen wir nochmal wieder, er zeigt uns sein Büro und erklärt uns die Arbeit seiner Organisation ADEPE. Er hat eine kleine Berufsschule eingerichtet. Danach lädt er uns auf einen Softdrink zu sich nach Hause ein. Es ist toll zu sehen, dass nicht alle Entwicklungsarbeit von Ausländern betrieben wird. Gregory war selbst Waisenkind und hat es geschafft, jetzt will er etwas zurückgeben. Am Samstag schaffen wir es endlich in die Stadt zum Shoppen, nachdem es den ganzen Freitag in Strömen geregnet hat. Wir sind grad knapp über ne Woche da und schon treffen wir Leute in der Stadt. Erst Abdallah und lernen seinen zwei reizenden Töchter kennen. Die älter von ihnen schaut uns nur schüchtern an, aber die kleine sagt gleich: „ Hello, How are you?“ Dann treffen wir im Supermarkt noch Flo. Da wir eh in die Bar La Bamba wollten, die uns von den Volontären empfohlen wurde, gehen wir gleich gemeinsam hin. Flo und die anderen gehören hier schon zu den Stammgästen. Kurz darauf kommt auch Stephan der gleich um die Ecke wohnt dazu. Wir alle lassen uns die leckeren frittieren Kartoffelhälften mit Ziegenspießen schmecken. Ehe man sich versieht, verfliegt die Zeit und es ist schon fast dunkel. Wir wollten uns ja noch mit Abdallah im Tam Tam treffen und Mandela wollte mit uns in den Nightclub. Als wir ankommen, freuen wir uns, dass Abdallah noch da ist. Dann trinken wir mit ihm, Mandela und seinen Freunden n Bier und wundern uns schon, dass als wir gerade eben ausgetrunken haben, ein zweites vor uns steht. Als wir zahlen wollen, schaut uns der Kellner ganz verwirrt an und rennt zu Mandela, denn der hat schon alles bezahlt. Wir wollen noch schnell etwas essen und uns für den Club umziehen. Leider fängt es zwischendurch so doll zu regnen, dass wir warten wollen bis es aufhört, bis wir zum Club gehen können. Dabei schlafen wir ein und werden erst wieder vom Anruf von Mandela geweckt. Wir sagen Bescheid, dass wir nicht mehr mitkommen und laden ihn und Abdallah für Sonntag morgen auf einen italienischen Espresso ein. Wann es aufhört zu regnen, bekommen wir nicht mit, da schlafen wir schon tief und fest. Am Sonntag morgen wir es eine sehr nette und interessante Unterhaltung mit Mandela und Abdallah und es stellt sich heraus, dass wir nicht viel verpasst haben im Club: es war nicht viel los. Anscheinend hatten noch mehr Menschen außer uns keinen Bock bei dem Regen. Zum Glück hält das Wetter am Sonntag und wir können mit Flo und Carlo bei Stephan im Garten grillen. Dabei lernen wir auch Stephans Nachbarn Dominik kennen, der Ruander ist, aber ziemlich gut deutsch spricht und auch noch Solartechniker ist.

Am 23. Mai kommt Nina aus Deutschland bei uns vorbei. Sie lebt seit zwei Jahren in Gisenyi und ist eine Freundin von Jean-Pierre, der ihr von uns erzählt hat. Sie lädt uns spontan ein, bei ihr zu campen. Am Nachmittag holt sie uns ab und wir schauen uns ihr Grundstück an, um sicherzustellen, dass wir mit unserem Hanomag hinpassen. Nina hat wirklich ein Traumhaus am See auf der Penninsula und ich höre im Kopf schon Peter Fox „Haus am See“. Das Angebot im Gästezimmer zu übernachten und eine heiße Dusche für eine Woche zu haben nehmen wir gerne an. Abends gehen wir mit Fiston, seinem Bruder Serge, der aus Schweden zu Besuch ist, Christian und anderen Kellnern aus dem Tam Tam ins Kingdom. Es wird ein klasse Abend und wir bekommen afrikanisches Temperament zu spüren. Wir sind die einzigen Gäste und trotzdem tanzen später alle. Auch wir müssen ran. Bis die Kellner aus dem Kingdom nach Hause wollen und die Musik abdrehen. So ziehen wir am nächsten Tag zu Nina um. Hier können wir uns so richtig entspannen nach dem Trubel im Tam Tam. Als Dankeschön bekochen wir Nina und ihre italienische Mitbewohnerin Cecilia mit einem Erdnusstopf. Dazu gibt’s seinen langer Zeit mal wieder ein Glas Wein. Wir dürfen den Grappa von Cecilias Großmutter probieren – mmmh lecker. Die nächste Woche verbringen wir damit am Blog zu arbeiten, lesen und ausruhen.

(Fortsetzung auf Seite 3)

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Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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