Tam Tam: aus 1 Tag werden 26

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Am 3. Juni ziehen wir nochmal für eine Nacht ins Tam Tam um, weil’s näher an der Stadt ist und treffen uns mit den Volontären im La Bamba. Als wir ins Tam Tam zurückkehren treffen wir dort Cecilia, Nina und ihre Kollegen und viele andere Leute. So auch die zwei deutschen Fahrradfahrer Tim und Fabian, die unterwegs sind von Cape Town nach Cairo. Da ahnen wir noch nicht, was für ein langer Abend es noch wird. Denn weiter geht es vom Tam Tam ins The Bistro und danach schaffen wir es doch noch in den Nightclub, bevor wir Gisenyi verlassen. Am nächsten Tag machen wir noch ganz verschlafen die Tür auf, da hält ein Primus Superstar -Bus neben uns an. Ein paar coole Leute steigen aus und es werden schnelle ein paar Fotos am See geschossen. Ein paar von ihnen stellen sich vor. Die meisten Namen haben wir gleich wieder vergessen. Aber einer ist uns in Erinnerung geblieben: „Hi, I’m B.O.B.“ Als ich ihn verständnislos anblicke, legt er nach.: B.O.B – Bob.“ Wie sich nachher herausstellt, treten einige von den coolen Leuten heute beim Primus -Fest auf. Das erklärt auch, warum plötzlich alle Passanten beim Zaun vom Tam Tam stehen bleiben und die Primus „Superstars“ anglotzen. Wir ziehen erstmal für ein paar Tage zu Stephan und Sophie um. Auch hier dürfen wir im Gästezimmer schlafen. Nachdem wir den Hanomag geparkt haben geht’s gleich weiter zum Primus-Fest am Strand von Gisenyi. Hier gibt’s zwei Bier für 500 RF, also quasi „Buy one, get one free.“ Dazu treten bekannte ruandische Bands auf, von denen wir heut morgen vielleicht schon welche kennengelernt haben. Da wir aber ziemlich weit von der Bühne wegstehen, erkennen wir niemand wieder. Am Anfang holen wir immer jeder ein paar Bier, die wir mal im Becher, mal in Flaschen bekommen, mal mehr mal weniger warm.. Nachher schaffen es Carlo und Stephan tatsächlich einen ganzen Kasten eiskalter Flaschen zu bekommen. Dort lernen wir auch den Tansanier BJ Croux kennen. Der Musiker, der nun in Ruanda lebt, hat immer ein perfekt farblich abgestimmtes Outfit an. Heute ist rot dran. Zum Kontrast treffen wir auch auf Straßenkinder und deren Anführer, die Stephan und Sophie durch ihre Arbeit kennen.

Primus Superstar Festival

Primus Superstar Festival

 

Am Sonntag machen wir Pizza bei Stephan – man muss die Gelenheit nutzen, wenn man mal einen Ofen hat. Am Montag wollen wir eigentlich fahren. Dann hören wir von Sophie, wie schlecht die Straße nach Kibuye ist und entscheiden uns spontan erst am nächsten Tag zu fahren und früher zu starten. Zum Abschluss gehen wir abends ins Corniche essen, wo es leckere zarte Rindfleisch-Brochetten mit Pommes gibt. Als wir schließlich losfahren wollen, liegt plötzlich eine riesiger Sandhaufen vor der Einfahrt. Der Vermieter fängt irgendwas zu bauen an, aber keiner wusste was. Aber die Arbeiter tragen ihn langsam ab und dann können wir nach einiger Verzögerung doch noch Richtung Kibuye starten. Wir sind jetzt schon begeistert von Ruanda. Die Menschen sind sehr gastfreundlich und hilfsbereit. Man merkt, dass es hier noch nicht viel Tourismus gibt. Die meisten zeigten ehrliches Interesse an uns, wollte keine Kommission für Hilfe. Eigentlich wollten wir ja nur schnell durchfahren, weil wir gehört haben, dass Ruanda so teuer ist. Aber schon die Einreise war für uns sehr günstig – nämlich umsonst – und die alltäglichen Lebensmittel waren auch nicht teuer. Und das beste ist, es gibt wieder bezahlbaren Käse – Local Gouda (1 Kilo für 2200 RF) zumindest in Gisenyi. Wirklich teurer ist der Diesel mit 1060 RF, aber wir haben genug Kanister mit, so dass wir wahrscheinlich nicht tanken müssen.

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Über den Autor

hatte schon immer Fernweh. Als digitale Hanomadin hat sie das Reisen zu ihrem Lebensstil gemacht. Auf runterwegs.de teilt Sie mit Dir Reiseerfahrungen, Reisetipps und was ihr sonst noch in den Sinn kommt.

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