Whitewater Rafting in Uganda

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Am 15. April 2011 fahren wir überdie Grenze von Kenia nach Uganda über Busia. Auf ugandischer Seite geht die Abwicklung genauso schnell wie in Kenia. Das Auto wollen sie nur von Weitem sehen. Wir zahlen 14 € Straßensteuer für einen Monat und für das 60-Tage Visum jeweils 50 $.

Die Straße nach der Grenze ist ein Traum und in den Dörfern stehen erstaunlich viele Steinhäuser. Alles ist sehr grün, aber es ist ja auch Regenzeit. An den Straßenständen gibt es alles, was das Herz an Obst und Gemüse begehrt. Wir kommen gut voran und schaffen es bis Jinja, wo wir zwei Nächte im Nile River Explorers Backpackers (5$ pro Person Camping) bleiben. Hier machen wir einen langen Spaziergang zur Nilquelle. Allerdings von der anderen Seite, vom Eingang eines Parks. Den die Nilquelle ist inzwischen von Bell Bier gesponsert, das gar nicht in Jinja gebraut wird, kostet viel Eintritt, dafür dass man da dann ein teures Bier in der Bar trinken kann. Dabei wäre es ja logischer, wenn der Sponsor Nile Special wäre, das dort mit Wasser aus der Nilquelle gebraut wird. Nachdem wir uns auf dem Markt mit Lebensmitteln eingedeckt haben ziehen wir um und campen eine Nacht direkt neben den Bujagali Falls im Speke Camp. Es ist eigentlich nicht direkt ein Campingplatz, weil man direkt zwischen allen Locals und Touristen steht, aber für eine Nacht super. Man zahlt nur Camping und keinen Eintritt für den Wasserfall. Als wir morgens aufwachen haben wir die Wasserfälle ganz für uns. Beim Speke Camp ist auch der billigste Raftinganbieter ansässig aber wir haben kein gutes Gefühl und entscheiden uns doch für NRE. Wenn man raftet sind zwei Nächte Camping inklusive und NRE hat auch einen schönen Campingplatz und Backpackers in der Nähe der Bujagali Falls mit tollem Blick von der Terrasse der Bar und kleinem Privatstrand.Schon für den nächsten Tag buchen wir den Rafting-Tagestrip.

Rafting auf dem Nil in Uganda

Der Bus holt uns um 8:30 Uhr ab und es geht zum Frühstück nach Jinja, wo wir unsere Mitrafter kennenlernen. Wir verstehen uns auf Anhieb gut mit dem Italiener Andrea, der zur Zeit in Tansania lebt und arbeitet und in seinem Urlaub durch Uganda, Ruanda und Burundi reist. Die vierte im Boot ist die Amerikanerin Susan, die zur Zeit für ein wohltätiges Projekt in Kenia arbeitet.Es gibt die typisch ugandische Rolex (Chapati mit Omelette) und einen Fruchtsalat und dann werden wir schon auf dem Weg zum Startpunkt kräftig auf der Ruckelpiste durchgeschüttelt. Nach ein paar Sicherheitshinweise geht es ab ins Wasser. Wir müssen üben wie man paddelt und wie wir uns verhalten müssen bei Rapids, wenn man rausfliegt und wenn es das Boot umschmeißt, Eigentlich startet die Tour dann schon mit dem Höhepunkt und es geht nach etwas paddeln gleich einen hohen Wasserfall runter. Bei einer Rapid sitze ich plötzlich allein Boot, alle anderen hat’s rausgehaut. So rette ich das Boot vor dem umfallen. Beim nächsten Rapid schmeißt’s das Boot schließlich um.Wir haben uns schon gewundert, wo die Kommandos bleiben. Unseren Raftguide ist als erstes rausgefallen. Statt paddeln haben wir uns alle nur noch geduckt. Danach kriegen wir gut Übung und kommen mit kräftig im Team paddeln durch die Rapids durch. Als Mittagessen gibt es Ananas auf dem Boot, während wir ruhig dahin treiben. In der Strömung schwimmen dürfen wir auch noch. Der krönende Abschluss ist ein Barbecue mit kalten Bier am Fluss mit wirklich leckeren zarten Fleischspießen. Weil’s so schön ist bleiben wir noch ein paar Tage beim NRE Backpackers zum Ausspannen, wo wir auch den Düsseldorfer Martin treffen, der nach dem Studium ein halbes Jahr durch Afrika und eventuell Asien reist.

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