Wir sind zurück in Deutschland

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Lange war von uns ja nichts zu hören. Das lag vor allem daran, dass Verena nach dem Überfall erstmal mehrere Wochen nicht tippen konnte und dann als erstes den Überfallartikel verfassen wollte. Trotz mehrerer Versuche ist es ihr bisher noch nicht gelungen darüber zu schreiben, da sie die Attacke immer noch nicht verarbeitet hat.

Aus diesem Grund haben wir auch beschlossen, unsere Reise erstmal zu unterbrechen und für eine Weile nach Deutschland zurückzukehren. Jetzt werden wir erstmal die noch fehlenden Reiseberichte ergänzen, und sobald Verena sich wieder stark genug fühlt kommt dann der ausgiebige Artikel zum Überfall und allen Folgen.

Hier erstmal ein kurzer Überblick

Nach dem Überfall wurden wir vom Besitzer des Fat Monkeys Camp, unserer Heimat für 8 Monate, ins Krankenhaus nach Blantyre gebracht. Dort wurde festgestellt, dass die Sehnen von zwei Fingern komplett und von zwei weiteren nahezu komplett durchtrennt wurden. Nach Rücksprache mit einer Ärztin unserer Auslandskrankenkasse, beschlossen wir die OP direkt in Blantyre zu machen. Zum einen sollte diese schnellstmöglich durchgeführt werden um eine Infektion zu vermeiden, zum anderen gibt es in Blantyre mit dem Beit Cure Hospital eine chirurgische Fachklinik mit einer sehr guten Handspezialistin. Nach der erfolgreichen OP, die mehr als drei Stunden dauerte, wurde Verenas Arm erstmal ruhiggestellt. Nach 6 Wochen musste Verena mehrmals die Woche zur Krankengymnastik und zusätzlich alle vier Stunden selber Übungen durchführen, um sicherzustellen, dass ihre Hand wieder normal funktionieren wird.

physiotherapie in Blantyre, MalawiMittlerweile schaut es so aus, als ob sie die Hand in ein paar Monaten tatsächlich wieder völlig normal nutzen können wird. Leider hat sich mit der Zeit herausgestellt, das sie den Überfall nicht verarbeiten konnte und sich im Hanomag extrem unsicher fühlt. An ein weiterreisen ist unter diesen Umständen natürlich erstmal nicht zu denken. Schweren Herzens haben wir deshalb einen sicheren Stellplatz für den Hanomag gesucht und letzten Mittwoch unseren Heimflug angetreten.

Im September läuft unser aktuelles Carnet de Passage aus und muss verlängert werden. Wir hoffen, dass Verena bis zu diesem Zeitpunkt wieder hergestellt ist, ansonsten muss ich wohl alleine nach Malawi fliegen und den Hanomag in ein anderes Land bringen.

 

Über den Autor

Patrick ist für alles was mit dem Hanomag zu tun hat und die Verpflegung zuständig. Bei dem Blog kümmert er sich v.a. um die technischen Belange, Infoartikel und Kochrezepte.

10 Kommentare

  1. Da fehlen einem wirklich die Worte.
    Ich hoffe für euch wendet sich alles zum guten und ihr könnt eure Reise fortsetzen!

    • Hallo Daniel,
      wir waren wirklich auch geschockt welche Folgen sich aus dem Überfall ergeben haben. Das hätten wir anfangs gar nicht gedacht. Wir sind aber guter Hoffnung, dass wir dieses Jahr wieder weiterreisen können :)

  2. Hallo Verena, hallo Patrick,
    ich kann mir gut vorstellen, dass das ziemliche Spuren hinterlassen hat und wünsche euch alles Liebe!!!

    Nima

  3. Petra & Sven am

    Hallo,
    Oh das hätten wir nicht gedacht , das das für Euch solche Spuren hinterlassen hat. Es muss echt schlimm gewesen sein. Tut uns sehr leid. Das lässt mich an der Entscheidung zu Fahren auch schon wieder wanken , weil ich natürlich sowieso gerade die Gefahren abwäge ,die es dann bei uns in Deutschland doch nicht SO gibt . Wir wünschen Euch auf jeden Fall gute Besserung und gute Verarbeitung. Genießt mal hier die Dinge , die ihr in Africa vermisst habt. :-) :-) :-)

    • Hallo Ihr zwei,
      lasst Euch nicht davon abbringen Eure Träume zu leben. Schlimmes kann überall passieren und wir bereuen unsere Entscheidung nicht, im Gegenteil, wir wollen auf jeden Fall sobald wie möglich weiterreisen :)

  4. Ja danke für die Antwort, sind denn meine e-mails angekommen, hatte schon ein paar mal geschrieben ,aber Vllt hat Verena jetzt im Moment auch mit sich selber zu tun. Das kann ich verstehen.

  5. Hallo ihr 2,
    ich habe von euch in der Digitale Nomaden Facebook Gruppe gelesen. Das ist eine krasse Geschichte mit dem Überfall, ich wünsche euch alles gute!! Ich drücke euch die Daumen das ihr wieder weiter Reisen könnt, vielleicht mit einem anderen Fahrzeug? Wir reisen auch viel mit dem Wohnmobil, zum Glück ist uns aber bisher nichts passiert.

    Alles gute, Benjamin

    • runterwegs am

      Hallo Daniel,
      danke :) Verenas Hand geht es schon wieder gut, jetzt müssen wir noch die psychischen Folgen in den Griff bekommen. Wir wollen auf jeden Fall weiterreisen. Unser Hanomag steht z.Z. noch in Blantyre und ich werde Anfang September wieder hinfliegen. Wie es dann weitergeht werden wir noch sehen, vermutlich wird es erstmal nach Simbabwe oder Tansania gehen.
      Grüße, Patrick

  6. Pingback: Ein Alptraum wird Wirklichkeit: Raubüberfall in Malawi

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